17 Apr
Finale dahoam
Minimaler Vorsprung aus dem Hinspiel - letztes Jugendspiel des 2007er-Jahrgangs
22 Apr
männliche A-Jugend
Merkur-Bericht zum Final-Rückspiel gegen Gummersbach
Mit freundlicher Genehmigung des Münchner Merkurs.
Bericht: Umberto Savignano
Foto: Walter Slavik
HT-Talente gewinnen den DHB-Pokal
Herzschlagfinale gegen Gummersbach - Auswärtstorregel entscheidet über den Sieg
Unterhaching/Taufkirchen – Am Ende entlud sich die Spannung im unbändigen Jubel der Gastgeber und ihrer Fans: Trotz der 30:31 (15:16)-Heimniederlage im Rückspiel gegen den VfL Gummersbach haben HT Münchens A-Junioren-Handballer den DHB-Pokal gewonnen. „Es war eine überragende Saison mit einem Super-Höhepunkt für uns“, strahlte HT-Chefcoach Robert „Wiggerl“ Hofmann, der dieses Finale als „drehbuchreif“ bezeichnete.
Tatsächlich erinnerte die Dramaturgie über beide Duelle hinweg an einen wendungsreichen Thriller. „Es war ein sehr, sehr knapper Ausgang“, lautete das so simple, wie zutreffende Fazit von Hofmanns Co-Trainer Patrick Zeiler nach der Entscheidung durch die mehr erzielten Auswärtstore. Im Hinspiel hatte HT mit 34:33 gesiegt, aber in den Schlusssekunden noch zwei Treffer kassiert, was die Basis für das Herzschlagfinale schuf, denn, so Zeiler: „Diesmal war es eigentlich genau andersherum.“
Die Führung wechselte mehrmals, bei 26:24 (46.) sah es rosig aus für die Hausherren. Doch die Gäste kämpften sich zurück, HT geriet mit 28:31 in Rückstand, Jona Winzinger verkürzte (59.), dann nahm Hofmann eine Auszeit. „Wir haben zusammen mit der Mannschaft einen Spielzug festgelegt, der nicht so gut funktioniert hat“, erzählte Zeiler später. „Aber es gab noch einmal Freiwurf. Und da haben wir gut angetäuscht, einen Pass mehr gespielt.“ Ferdinand Birner setzte Tim Gerlach ein, und der Linkshänder traf von halbrechts zum 30:31 – sechs Sekunden vor dem Ende.
Der Nervenkitzel war aber noch nicht vorbei. Es folgte eine Gummersbacher Auszeit, ein Anwurf von der Mittellinie, der an den Pfosten klatschte, die Schlusssirene und Rätselraten auf der Tribüne. Verlängerung? Siebenmeterschießen? Die Auswärtstorregel war den meisten Fans nicht geläufig. „Wir Trainer wussten es natürlich“, so Zeiler, doch selbst gegenüber den Spielern hielten sich die Coaches zurück: „Wir wollten nicht auf eine Niederlage gehen.“
Gegen Ende waren zumindest die Aktiven informiert, wenige Augenblicke nach der Partie war es dann allen klar. Dass das Match letztlich verloren wurde, spielte nun keine Rolle mehr. „Über das Ergebnis wurde nicht mehr gesprochen. Ich glaube, inzwischen kann sich schon gar kein Spieler mehr daran erinnern, wie es ausging. Die Freude über den Titel überwiegt“, stellte Zeiler klar, der vor allem die Abgeklärtheit beim entscheidenden Angriff heraushob: „Es ist sehr, sehr besonders, dass die Jungs das am Ende so cool gemacht haben, vor allem, weil davor der ausgemachte Spielzug nicht funktioniert hat. Wir hatten in dieser Saison drei, vier Spiele, in denen wir in letzter Sekunde noch ein Tor kassiert haben. Wir haben daraus gelernt und jetzt hatten wir auch das Glück.“
Passgeber Ferdinand Birner zeigte Mitgefühl mit dem Gegner: „Für starke Gummersbacher ist die Auswärtstorregel natürlich bitter.“ Ansonsten betonte der mit 173 Toren beste Liga-Schütze und mit 23 Treffern auch in den beiden Finalspielen überragende Akteur den gemeinschaftlichen Aspekt des Triumphs – auf dem Feld wie auf den Rängen: „In dieser Mannschaft kämpft wirklich jeder für jeden, das war eine großartige Teamleistung. Und die lautstarke Unterstützung von
der Tribüne war unglaublich. Die Fans haben bis zum Schluss an uns geglaubt.“
Das Zusammenspiel zwischen Mannschaft und Publikum beeindruckte auch Zeiler: „Als sich Robert Koller, der die ganze Saison durchgespielt hat, zehn Minuten vor Schluss verletzte, haben die Zuschauer und die Spieler gespürt, sie müssen noch einen Tick drauflegen.“ Gemeinsam wurde hinterher auch in der Halle gefeiert, für den engeren Kreis des Teams ging die Siegesparty in der Stadt noch bis in die frühen Morgenstunden weiter, und Zeiler ließ keinen Zweifel: „Die Jungs haben es sich auch verdient.“ UMBERTO SAVIGNANO
HT München - VfL Gummersbach 30:31 (15:16)
HT München: Rübel/Musgrove; Dannebaum, Steinl, Uzicanin (1), Gerlach (4), Birner (10/2), Milotzki, Winzinger (2), Mühe, Volkmer, Kopp (5), Vasilyev (1), Koller (3), von Haniel (2), Erb (2)
Bundesligaquali vor der Brust
Sehr lange auf ihrem Triumph ausruhen konnten sich die HT-Nachwuchshandballer nicht, mag er auch noch so bedeutend sein. „Das ist ein nationaler Titel, den kann einem niemand mehr nehmen“, betont Patrick Zeiler, der trotzdem am Montag wieder zum Training bat, wenn auch noch mit lockeren Inhalten wie „Spezi trinken und Fußball spielen“. Die Intensität werde aber schnell erhöht, so der Co-Trainer: „Wir machen keine Pause, ziehen vier Wochen Vorbereitung durch, auch ein, zwei Wochenend-Trainings sind eingeplant.“ Schließlich steht die Qualifikation für die 1. Bundesliga an. Die beiden besten Teams eines Fünferturniers (16./17. Mai, Besetzung noch offen) schaffen es direkt, der Rest erhält eine Woche später eine weitere Chance.
Auch Männer-Chefcoach Johannes „Danger“ Borschel könnte von einem noch höheren Level der Junioren profitieren. Die Youngster Ferdinand Birner, Robert Koller, Maximilian Kopp und Torwart Frederik Rübel kamen bei ihm schon zum Einsatz. „In der A-Jugend sind viele interessante Spieler“, sagt Borschel, der mit seinem Team während des Finales auf dem Weg zum Match in Waldbüttelbrunn, aber trotzdem voll dabei war: „Wir haben alle das Spiel auf diversen iPads und Laptops im Bus verfolgt. Eine Supersache. Toll, wie sie vor allem den Rückstand am Ende aufgeholt haben.“
UM
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