26 Mai
Ey Mann, wo is' meine Liga?
Weibliche A-Jugend weiß nach 460 Minuten Quali immer noch nicht in welcher Liga sie spielt
20 Mai
weibliche A-Jugend
4:2 Punkte reichen den A-Mädels nur zu Platz 3
Es war am Sonntag gegen drei Uhr in der heimischen Hachinga Halle als sich die A-Mädels vom HT München für ihr letztes Spiel in der dritten Qualirunde zur Regionalliga aufwärmten und sie gleichzeitig zusehen mussten, wie ihr vorher eingefahrener Sieg gegen den TSV Forstenried auf einmal schal wurde wie ein lauwarmes Bier. Denn, wie es im Sport öfters mal vorkommt, passieren unvorhergesehene Dinge. Eben jenes geschlagene Team des TSV Forstenried schwang sich auf den, das bis dahin das Turnier dominierende Team, SV München Laim, zu besiegen. So zerbröselte der Traum von Platz zwei und die damit verbundene Qualifikation zur Regionalliga wie ein trockenes Croissant, denn im direkten Vergleich mit Laim und Forstenried fehlten ein bis drei Tore, um sich auf Platz zwei zu schieben oder zumindest ein Siebenmeterwerfen zu erreichen. Im ersten Spiel gegen Laim waren die HT-Mädels in Halbzeit eins klar unterlegen und mussten mit einem sechs Tore Rückstand die Seiten wechseln (7:13). Besonders die gut aufgelegte Torfrau der Gäste machte ihnen zu schaffen. Den zweiten Durchgang gestalteten sie offener und konnten ihn am Ende sogar knapp gewinnen, der SV Laim gewann mit 21:26. Auch im zweiten Spiel gegen den TSV Forstenried war man zunächst im Hintertreffen, konnte aber einen 3:7 Rückstand noch vor der Pause in eine 12:10 Halbzeitführung drehen. Forstenried blieb aber lange in der zweiten Halbzeit dran, am Ende holten sich aber die HTlerinnen den Sieg mit 24:21, über den sie sich, wie beschrieben, nur kurz freuen konnten. Ihr letztes Spiel gegen den dritten Gast des Heimturniers, den MTV Stadeln, bestritten sie zuerst souverän (13:5), ihr Trainer brachte dann etwas zu viel Unordnung rein, doch vier Tore wurden mit in die zweite Hälfte genommen (14:10). Diese wurden dann aber auch noch verspielt. 19:19 stand es, aber nur kurz, mit 25:21 gewannen sie am Ende diese letzte Partie und schlossen damit das Turnier auf Platz drei ab. Im Nachhinein tut natürlich jedes liegen gelassene Tor gegen Laim und Forstenried weh, aber für Vorwürfe reicht das definitiv nicht. Die Mädels vom HT haben, bei selbstverständlich noch viel zu verbessernden Dingen, eine gute Runde gespielt und erneut zwei Siege eingefahren, auf die sie stolz sein können.
Für den HT München spielten:
Annika, Selma – Caro, Lynn, Mia W, Selma, Carla, Nina, Jette, Lana, Franzi, Mia, Lill, Malin
Platz drei ist es also geworden und dafür gibt es das Allheilmittel schlechthin, das da lautet: 4. Runde! Und es sei gesagt, das ist die Lösung für alle Probleme. Lahme werden wieder sehen, Taube wieder gehen, Sie werden begeistert sein! Da noch zwei Plätze in der Regionalliga offen sind, gibt es dieses zusätzliche Turnier, bei dem wirklich an alles gedacht wurde. Erstens wurde es am ersten Samstag der Pfingstferien terminiert, um die Leistungsbereitschaft zu testen, zweitens ist es ein Dreierturnier bei dem zwei Teams 100 Minuten binnen zweieinhalb Stunden abreißen dürfen, wodurch gleich die nötige Belastungsfähigkeit überprüft wird. Ihre Euphorie hält sich jetzt schon nicht in Grenzen? Dann halten sie sich fest, das war noch nicht alles. Wer kommt denn nun aus diesem Turnier dann in die Regionalliga? „Grundsätzlich ist dabei auch der Fall denkbar, dass keine Mannschaft aus den Entscheidungsspielen in die Regionalliga eingruppiert wird.“ So steht es geschrieben. Da eventuell noch Teams aus der Qualifikation zur Jugendbundesliga, die noch nicht gespielt ist, in die Regionalliga runter fallen können, qualifizieren sich eben zwei, ein oder eben kein Team. Es wird nur auf Platzierung gespielt. Nach 460 Minuten Qualifikation, was fast acht Saisonspielen in fünf Wochen entspricht, erfährt man je nach Platzierung erst Ende Juni für welche Liga man sich qualifiziert hat. Ist das nicht genial? Sämtliche Flitzebögen bleiben bis in den Sommer gespannt. Alfred Hitchcock, der Meister des Suspense, würde erblassen vor Neid. Die Musik hatte Mozart, die Kunst hatte da Vinci, der Handball hat den BHV. In all seiner Bescheidenheit teilt er den erlangten Ruhm bereitwillig mit seinem großen Bruder dem DHB. Der Idee eine Regionalliga mit neun bis zehn Teams zu spielen, wie bei den Jungs, muss zwingend ein Schnaps vorgesetzt werden, es gefährdet schließlich die Leistungsdichte massiv. Die Idee die Qualifikation mit etwas höheren Ausscheidequoten und direkt vergebenen Plätzen zu spielen, um schon früher ein Platzierungsturnier zu haben, ist einfach nur obszön und grenzt schon fast an Blasphemie. Mit unendlicher Erfahrung und elitärem Know-How wird das beste für die Vereine herausgeholt.
Das alles wird die Mädels vom HT kaum berühren und sie werden weiter Spaß am Handball haben, von dem sie derzeit viel geschenkt bekommen. In Vaterstetten treffen sie nächsten Samstag neben den Gastgeberinnen des TSV noch auf den HCD Gröbenzell, also auf in Runde 4!
Thank You very much, wenn die Kuh scheißt, dann machts „Platsch“!
26 Mai
Weibliche A-Jugend weiß nach 460 Minuten Quali immer noch nicht in welcher Liga sie spielt