26 Mai
Ey Mann, wo is' meine Liga?
Weibliche A-Jugend weiß nach 460 Minuten Quali immer noch nicht in welcher Liga sie spielt
19 Okt
HT München - HCD Gröbenzell 39:38
A-Mädels drehen neun Tore Rückstand gegen Gröbenzell
Saisonstart hieß es nun endlich auch für die weibliche A-Jugend des HT München Samstagmittag. Zu Gast in der Hachinga Halle war der HCD Gröbenzell, den man schon aus der Quali kannte, der aber bereits drei Saisonsiege einfahren konnte und sich somit schon im Wettkampfmodus befand. Allen Zuschauern, die sich schon so zeitig eingefunden hatten, sollte etwas geboten werden.
In den ersten gut zehn Minuten zeigte sich eine ausgeglichene Partie, die HT-Mädels hielten mit, noch (8:8, 12.). Warum noch? Die HT-Trainer hatten so eine leise Vorahnung, denn in den letzten Wochen begaben sie sich auf Spurensuche nach der Fitness ihrer Mädels, die teilweise mit Verletzungen, aber auch mit Schwierigkeiten der, nennen wir es mal, „Systemassimilation“ zu kämpfen hatten. Und so kam es, dass sie mit zunehmender Spielzeit immer mehr Probleme mit dem Tempo des HCD bekamen, körperlich als auch geistig. In der Abwehr taten sie sich immer schwerer rechtzeitig dagegen zu halten und die Konzentration ließ nach, was zu einfachen Fehlern mit Ball führte. Die Gäste konnten sich infolge absetzen (11:16, 23.) und für den HT sollte es schlimmer kommen. Zwei Verletzungen, davon eine schwerer, mussten sie binnen fünf Minuten schlucken. Bis zur Pause spielten sie im Angriff dann wieder etwas besser, den Rückstand zur Halbzeit konnten sie so bei sechs Toren halten (17:23).
Die Mädels in Petrol mussten sich erst mal sammeln, aber eines war klar. Für Zählbares brauchte es ein besseres Defensivverhalten im zweiten Durchgang. „Let`s go!“ - 17:26 lautete die Führung für Gröbenzell nach nicht mal drei Minuten. Den Treffer zu einem neun Tore Vorsprung konnten die Gäste noch einmal in Minute 39 erzielen (21:30). „Neun“ ist ein gutes Stichwort. Bis zu dieser Zahl wäre wohl ein Ringrichter im Boxen gekommen, die HT-Mädels waren dicke angezählt. Aber eben nicht mehr und sie zeigten nun eine ihrer tollen Eigenschaften. Aus dem Leiden wurde Leidenschaft. Sie ließen sich nicht hängen, jede gab weiter ihr Bestes und brachte sich ein. Es war ja noch Zeit auf der Uhr und so lange kann man Spaß an dem haben, wofür man trainiert, und das Ergebnis Ergebnis sein lassen. Und während sich die HT-Trainer Gedanken zu optionalen Umstellungen machten, schrumpfte auf dem Feld der Rückstand wieder ein wenig zusammen (24:30, 42.). Und er sollte weiter schrumpfen – so weit, dass es der HCD-Bank eine Viertelstunde vor Schluss zu bunt wurde (28:32). Jedoch fanden die Gäste nicht mehr so wie zuvor in ihr Spiel zurück. Der HT hatte Lunte gerochen. Etwas mehr Aggresivität, die ein oder andere Parade mehr, etwas mehr Ballgewinne und es sollte sich eine spannende Schlussphase entwickeln. Die Gäste wehrten sich natürlich gegen die Aufholjagd und zehrten von ihrem Vorsprung, doch in Minute 57 war er aufgebraucht (36:36). Zweimal konnten sie aber noch in Führung gehen (36:37, 37:38), die letzte entscheidende Spielminute gehörte jedoch den HT- Mädels. Zunächst glichen sie aus und profitierten dann von einem Ballverlust der Gäste, der ihnen die Chance zur endgültigen Sensation bot, für die sie mit einem Treffer zwei Sekunden vor Schluss sorgten (39:38). Die Freudenexplosion überwog sämtliche Qualen und Niederschläge und die A-Mädels vom HT ernteten den verdienten Applaus eines begeisterten Publikums.
Den Auftrieb können sie gleich ins nächste Spiel mitnehmen. Nächsten Samstag treten sie um 16 Uhr beim FC Bayern auf dem Campus an. Ihre Moral kann ihnen sicher wieder helfen, sofern sie sich auch die angesprochenen Dinge zu Herzen nehmen.
Für den HT München spielten:
Selma – Caro, Linda, Tihana, Mia, Selma, Carla, Nina, Lynn, Franzi, Mia, Malin
26 Mai
Weibliche A-Jugend weiß nach 460 Minuten Quali immer noch nicht in welcher Liga sie spielt