02 Feb
Kurzer Prozess mit den Bayern
- H3 mit 11 Tore Sieg im Pflichtspiel
25 Jan
SG Süd-Blumenau II - HT München III 27:22
– ein gebrauchter Tag zur rechten Zeit
Die Ausgangslage war eigentlich gut: Nahezu kompletter Kader, gute Stimmung und die klare Zielsetzung, auch das schwere Auswärtsspiel bei Blumenau II erfolgreich zu gestalten. Lediglich auf der Torwartposition mussten wir kurzfristig umplanen – Jogi stand als einziger Keeper im Kader, machte seine Sache aber solide.
Trotzdem fanden wir von Anfang an nicht so richtig ins Spiel. Die ersten Minuten waren von Ungenauigkeiten geprägt – hinten fehlte der Zugriff im 1:1, vorne haperte es am Passspiel und der Wurfauswahl. So liefen wir ständig einem knappen Rückstand hinterher. Erst in der 22. Minute gelang die erste Führung zum 10:11, kurz darauf sogar das 10:12. Doch die Freude währte nur kurz: Die Gastgeber nahmen eine Auszeit – und legten einen 4:0-Lauf aufs Parkett. Zur Pause lagen wir 13:14 hinten.
Offensiv zu harmlos – Abwehr mit Licht und Schatten
In der zweiten Halbzeit wollten wir vieles besser machen – und in Teilen gelang das auch. Die Abschlüsse wurden strukturierter, doch der Handballgott hatte an diesem Tag andere Pläne.
„zwei Mal Latte, drei Mal Pfosten – und jedes Mal springt das Ding raus“, fasste Trainer Alex Siegmund die Pechsträhne trocken zusammen.
Defensiv blieben wir über weite Strecken ordentlich, vor allem wenn man bedenkt, dass wir 16 Minuten in Unterzahl agierten. Doch was uns am meisten fehlte, war die nötige Cleverness im Angriff: Zu viele Einzelaktionen, kaum Variabilität, zu wenige klare Chancen für die Nebenleute. Der Ball lief oft nicht flüssig genug – und wenn doch, wurden gute Ansätze durch technische Fehler zunichte gemacht.
Keine Reaktion in der Crunchtime – Blumenau macht’s besser
Beim 20:17 in der 46. Minute keimte nochmal Hoffnung auf – wir waren wieder in Schlagdistanz. Doch stattdessen folgten Disziplinlosigkeiten, die uns endgültig das Genick brachen: In der 49. Minute stand eine dreifache Unterzahl auf der Uhr – Blumenau nutzte das eiskalt, stellte wieder auf +5 und ließ sich diesen Vorsprung nicht mehr nehmen.
Am Ende steht ein verdienter 27:22-Erfolg für die Gastgeber – unsere erste Niederlage der Saison.
Fazit: Ein Dämpfer mit Ansage – aber auch mit Erkenntnisgewinn
Die Anzeichen waren schon in den letzten Spielen spürbar – diesmal hat es uns erwischt. Das ist ärgerlich, aber kein Grund zur Panik.
„Offensiv war das heute einfach zu wenig für unsere eigenen Ansprüche“, resümierte Kapitän Marco Brosch.
„Aber das Gute ist: Es sind klar benennbare Dinge. Und an denen werden wir arbeiten.“
Die Tabelle zeigt uns jetzt mit -3 Punkten – die Ausgangslage bleibt dennoch nahezu unverändert: Der Blick bleibt nach vorne.
Ausblick: Wiedergutmachung gefordert – Heimspiel am Samstag
Schon kommenden Samstag steht die Chance zur Reaktion an: Heimspiel – Hachinga Halle – 14 Uhr.
Wiedergutmachung steht auf der Tagesordnung – mit einem anderen Gesicht, mehr Fokus, mehr Spielfreude.
Wir freuen uns auf euch – und wollen gemeinsam zeigen, dass wir aus Rückschlägen lernen.
Es spielten: Wismeth (TW), Golz, Brosch 2, Retzer 1, Mosel 3, Schlieder 2, Ascher, Riesenberger 2, Schmidt, Thiel 2, Köhler 1, Bauer 3, Neuhaus 3, Schulze 2, Fehrenbach 1
Brosig (A), Siegmund (B), Epp (C)