01 Apr
Ziel Wiederaufstieg mit neuem Duo
Merkur-Bericht zum Spiel der D1 gegen Herrsching & Trainerwechsel
17 Sep
Damen I
Die Handballerinnen des HT München empfangen am Samstag zum Auftakt den ASV Dachau. Trainer Wagner warnt trotzdem: Ein Abgang schwäche das Team „enorm"
Mit freundlicher Genehmigung des Münchner Merkurs
Bericht: Umberto Savignano Foto: Walter Slavik
Unterhaching/Taufkirchen – Einiges hat sich gegenüber der vergangenen Saison verändert bei HT Münchens Handballerinnen, doch völlig neu orientieren müssen sie sich nicht. Markantester Einschnitt ist der Wechsel der Spielklasse. Nach dem Abstieg aus der Regionalliga Bayern, in die sie 2020 (damals hieß diese noch Bayernliga) aufgestiegen waren, starten die HT-Frauen am Samstag (16 Uhr, Hachinga Halle) mit dem Heimspiel gegen den ASV Dachau in die Oberliga Süd.
Auch auf der Trainerbank gab es einen Austausch, doch an fremde Gesichter muss man sich im Hachinger Tal nicht gewöhnen. Torwarttrainer Christoph Schwarz ist der Mannschaft ohnehin erhalten geblieben, als Nachfolger von Till Heinrich und Saskia Fischer übernehmen Fabian Wagner und Sophie Geray das Team. Wagner hatte bereits 2024/25 vom Ende der Vorrunde bis zum Saisonschluss als Chefcoach fungiert, zuvor war er Co-Trainer gewesen. Auch Sophie Geray ist bestens bekannt: Sie war über viele Jahre Leistungsträgerin und Spielführerin der Mannschaft, sie half auch in der vergangenen Saison in der Regionalliga noch aus, gehört zudem zum Trio der Bereichsleitung Damen bei HT.
Das Trainerteam muss keinen allzu großen personellen Umbruch bewältigen. „Wir konnten zum Glück größtenteils zusammen bleiben“, sagt Wagner. Nur der Abgang von Rückraumspielerin Lena Zientek zum SV Laim schmerzt ihn: „Das schwächt uns natürlich enorm.“ Wie sehr, war schon in der vergangenen Rückrunde zu spüren, als Zientek verletzungsbedingt meist fehlte.
Dennoch stimmt Wagner der Kader zuversichtlich: „Es hat ein wenig gedauert, aber wir haben jetzt eine gute Mischung hin bekommen.“ Auch von den insgesamt sechs Neuzugängen ist der Coach überzeugt: „Sie sind flexibel einsetzbar und entwicklungsfähig und passen auch menschlich super ins Team.“ HT setzt vor allem auf die Jugend, auch bei externen Zugängen, wie etwa bei Jule Moschner. Die 19-Jährige kommt von der SG Kappelwindeck/Steinbach aus der Nähe von Karlsruhe und steuerte bereits beim heimischen Vorbereitungsturnier Anfang September mit Partien gegen TuS Metzingen II (19:21), den TSV Herrsching (24:27) und den TSV EBE Forst United (32:25) sieben Tore bei.
Auch Eigengewächse, wie Marie Kopiecki und Lana Borschel, die mit acht und sieben Treffern bei diesem Turnier ebenfalls positiv in Erscheinung traten, sollen künftig eine Rolle spielen. „Zusätzlich versuchen wir, uns mit unserer zweiten Mannschaft noch mehr auszutauschen und gegenseitig zu unterstützen“, so Wagner, der kein konkretes Saisonziel nennt: „Wir müssen uns erstmal in der neuen Liga zurecht finden. So ein Abstieg verunsichert ja doch.“ Entsprechend habe man in der Vorbereitung versucht, „Sicherheit und ein Spielsystem zu finden, das zu uns passt“, so der Coach. „Mal sehen wie gut schon alles funktioniert. Wir glauben aber an unsere Qualität und die Breite im Kader und werden sehen, wo es uns hinspült. Letztlich ist das Ziel, in jedem Spiel alles zu geben und versuchen, die zwei Punkte zu holen.“
Einen Liga-Favoriten kann Wagner noch nicht ausmachen. Der erste Gegner Dachau sei jedenfalls „nicht zu unterschätzen“, die Vorgabe aber klar: „Wir wollen den Fans natürlich zeigen, dass das in der letzten Saison ein Ausrutscher war und wir begeisternden Handball spielen können. Und somit wollen wir auch gleich versuchen, die ersten beiden Punkte bei uns zu behalten!“
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