12 Mär
HT München - HaSpo Bayreuth 28:30
Blackout kostet wichtige Punkt
Merkur-Bericht zum Spiel der D1 gegen Bayreuth
Mit freundlicher Genehmigung des Münchner Merkurs.
Bericht: Umberto Savignano
Foto: Walter Slavik
Blackout kostet wichtige Punkt
HT-Frauen verpassen möglichen Befreiungsschlag
Unterhaching/Taufkirchen – Ein Befreiungsschlag war möglich, doch nach dem 28:30 (13:12) gegen den Vorletzten HaSpo Bayreuth müssen HT Münchens Handballerinnen im Kampf um den Regionalliga-Verbleib schon auf ein Wunder hoffen. „Meine Mannschaft hat ein starkes Heimspiel gezeigt, am Ende jedoch unglücklich verloren. Ein kurzer Blackout in der Schlussphase hat letztlich die Punkte gekostet“, bilanzierte der enttäuschte Trainer Till Heinrich.
Die Gastgeberinnen präsentierten sich von Beginn an konzentriert und spielfreudig. „Nach unserer 2:0-Führung, die Sicherheit gab, haben wir das Tempo hochgehalten und Bayreuth kaum zu einfachen Abschlüssen kommen lassen“, so Heinrich. Dass die Partie im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit trotzdem eng blieb, die Gäste auch mal knapp in Führung gingen, schrieb der HT-Coach ihrer mit zehn Treffern überragenden Werferin Anna Mahl zu: „Vor allem über sie im Rückraum hat Bayreuth immer wieder Antworten gefunden.“ Doch, angeführt von Leni Emily Notz und Katharina Martin, denen Heinrich ein Sonderlob aussprach, machte HT aus dem 10:11 (22.) eine verdiente 13:12-Pausenführung.
Noch besser lief es nach dem Wechsel: HT bestimmte das Spielgeschehen, setzte sich auf 18:14 ab (37.) und hielt den Abstand bis zum 21:17 (42.). „Die Defensive arbeitete kompakt, im Angriff wurde geduldig gespielt und immer wieder erfolgreich abgeschlossen, insbesondere über den Rückraum und das Tempospiel“, lobte Heinrich.
Doch die Gäste ließen sich nicht abschütteln. „In der Schlussviertelstunde hat Baryeuth kleinere Ungenauigkeiten von uns konsequent ausgenutzt“, begründete Heinrich, warum der Vorsprung nun schrumpfte. Bei 24:25 (52.) lag HT erstmals im zweiten Durchgang zurück. „Spätestens da kippte das Momentum. Wir haben zwar noch dagegen gehalten, doch in den letzten fünf Minuten häuften sich technische Fehler und unvorbereitete Abschlüsse.“
Dagegen zeigte sich Bayreuth jetzt abgeklärt, zog auf 27:29 davon (57.). Ein Siebenmeter von Viola Pieperjohanns zum 28:29 (59.) ließ noch einmal Hoffnung aufkeimen, doch am Ende stand laut Heinrich eine sehr bittere Niederlage: „Über nahezu 55 Minuten hat meine Mannschaft das Spielgeschehen bestimmt, sich für eine engagierte Leistung aber nicht belohnt. Bayreuth profitierte am Ende von seiner individuellen Qualität und der größeren Abgezocktheit in der Crunchtime.“
UMBERTO SAVIGNANO
HT München –
HaSpo Bayreuth 28:30 (13:12)
HT München: Dantscher/Burgmair; Zeino, Mussong, Notz (5), B. Steiner (2), Christoforis, Rau (5), Küblböck, Pieperjohanns (2/2), Chahoub (5), Martin (4), Meixelsberger (5/3), Hicker
Social Media