12 Mai
"HT peilt nach starker Saison Top-3 an"
Merkur-Bericht zum letzten Saisonspiel der Herren
19 Sep
Herren I
Merkur: Herren starten gegen Erlangen in die Regionalliga-Saison
Mit freundlicher Genehmigung des Münchner Merkurs
Bericht: Umberto Savignano
Foto: Walter Slavik
Ziel sind die Top drei
Handball Regionalliga - HT Coach Borschel setzt auf Pokalsieger aus der eigenen Jugend
Unterhaching/Taufkirchen – Keine offiziellen Verabschiedungen gab es bei HT Münchens Handballern am Ende der vergangenen Saison. Und so hat Johannes „Danger“ Borschel in der anstehenden Regionalliga-Spielzeit, die am Samstag (18 Uhr, Hachinga Halle) mit dem Heimauftritt gegen den HC Erlangen III beginnt, reichlich Optionen.
„Es gibt viele Rückkehrer“, freut sich der HT-Chefcoach, dass die meisten der vielen Verletzten aus dem vergangenen Frühjahr, wie etwa Bastian Pasler, Jannik Neumüller oder Ole Kriesmann, schon zum Start wieder mitmischen können. Patrick Zeiler wird allerdings noch fehlen und „auch bei Felix Hülsmann ist fraglich, ob es für Samstag reicht“, so Borschel, der zudem bis zum Winter auf Fynn-Bjarne Junior wegen eines Auslandssemesters verzichten muss.
Dafür gibt es zwei Neuzugänge, die viel Qualität mitbringen. Ganz kurzfristig ist Yannik Meyer-Siebert zu HT gestoßen. Der 28-jährige Betriebswirt war lange beim Liga-Konkurrenten Haspo Bayreuth, war dort als Jugendtrainer und sogar im Vorstand tätig, wechselte nun aus beruflichen Gründen nach München. „Er ist sehr variabel einsetzbar, vor allem in der Abwehr, er ist auch ein Super-Typ und hat sich sehr gut eingeführt“, lobt Borschel den Neuankömmling. Der zweite Zugang ist auch ein Rückkehrer, aber einer der besonderen Art: Torwart Sebastian Allmendinger ist Unterhachinger, kennt Verein und Umfeld. Zuletzt war er vier Jahre lang beim TuS Fürstenfeldbruck einer der besten Keeper in der 3. Liga. „Klasse, dass Basti wieder den Weg zu uns zurück gefunden hat. Ich bin richtig happy darüber, auch, weil ich ihn ja schon in der Jugend trainiert habe. Er ist ein toller Typ und ein ehrgeiziger Spieler, der gut in die Mannschaft passt. Und vor allem ist er ein Super-Torwart mit vielen Stärken“, schwärmt Borschel vom 27-Jährigen. „Er wird uns sicher enorm verstärken, das hat er in der 3. Liga bewiesen. Vor allem, um nur eine Stärke von ihm zu nennen, ist er in Eins-gegen-eins-Situationen eine echte Macht. Toll, dass er wieder in seinem Heimatverein spielt und hier mit uns Großes erreichen will.“
Der Gelobte selbst äußert sich nicht minder begeistert: „Ich freue mich auf meinen Heimatverein, auf alte Freunde und viele bekannte Gesichter in der Halle. Hier kann ich richtig guten Handball erleben, der Spaß macht und Emotionen weckt“, sagt Allmendinger, der aüber den Tellerrand der Ersten Mannschaft hinausblickt: „Spannend finde ich, dass die A-Jugend-Talente, die den DHB-Pokal gewonnen haben, Schritt für Schritt in den Herrenbereich integriert werden. Das zeigt, wie viel Qualität und Potenzial im Verein stecken.“ Auch auf diese Eigengewächse wie Ferdinand Birner und Robert Koller setzt Borschel: „Es ist eine superjunge Truppe, die richtig Spaß macht und Gas gibt.“
Nach einer guten Vorbereitung ist der Coach zuversichtlich: „Ich denke, wir sind nicht weit weg von der Spitze. Wir wollen uns weiter verbessern. Vorletzte Saison waren wir Vierter, danach wieder Vierter mit weniger Minuspunkten. Ein Platz unter den besten drei wäre nun die logische Konsequenz.“
Erster Aufstiegskandidat ist für ihn die HG München-Fürstenfeldbruck, also das neue Projekt der Ex-Nationalspieler Dominik Klein und Steffen Weinhold in Kooperation mit dem Drittligaabsteiger TuS Fürstenfeldbruck: „Sie wollen in die Bundesliga, sie sind definitiv der Favorit. Es gibt aber auch ein paar Mannschaften, die mithalten können. Das sind die üblichen Verdächtigen wie Bayreuth, Landshut, Günzburg und wir, dazu vielleicht ein, zwei Überraschungsmannschaften.“
Der erste Gegner Erlangen III ist laut Borschel schon mal „knifflig. Wir wissen nicht, was da für ein Kader steht. Ich erwarte eine junge, talentierte Truppe, darauf müssen wir eingestellt sein.“ Die Fans seien es ganz bestimmt, glaubt der Coach: „Die HT-Drummers haben bei uns im Training zwei-, dreimal geprobt. Da sieht man, dass alle heiß auf den Start sind. Am fehlenden Rückhalt wird es sicher nicht liegen.“
UMBERTO SAVIGNANO
Für HT II zählt allein der Klassenerhalt
Mit dem Heimspiel gegen den ASV Dachau startet HT München II in die Oberliga Süd (Samstag, 20 Uhr, Hachinga Halle). Trainer Christian Weigl hatte das Team im Winter vom beruflich stark eingespannten Philip Ball übernommen und zum sofortigen Wiederaufstieg geführt. Sehr zur Freude von Tilmann Koch-Wilkinson: „Für das Gesamtkonzept unseres Vereins ist es elementar, eine Reserve im Herrenbereich zu haben, die auf einem vernünftigen Niveau und vor allem mit Harz spielt. Nur so können wir unseren eigenen Nachwuchstalenten aus der A-Jugend-Bundesliga sowie weiteren lokalen und regionalen Talenten ein attraktives Angebot machen“, sagt der Sportliche Leiter des HT-Herrenbereichs. Entsprechend lautet die Vorgabe: „Das absolut wichtigste Saisonziel ist ganz klar der Klassenerhalt.“
Doch Weigls Arbeit wird nicht nur am Tabellenstand gemessen. So sei es laut Koch-Wilkinson „eine zentrale Aufgabe, die Spieler konsequent weiterzuentwickeln, um weitere eigene Talente an unser Zugpferd, die Erste Herrenmannschaft, heranzuführen und dort zu integrieren“.
Deshalb gelte es ebenso, die A-Jugendlichen in die Zweite Mannschaft einzubauen. „Wir möchten den Spielern aus der Jugendbundesliga frühzeitig Einsatzzeiten auf gutem Niveau im Herrenbereich bieten, da das zu ihrer optimalen individuellen Weiterentwicklung beiträgt“, sagt Koch-Wilkinson. „Ich bin fest davon überzeugt, dass ihnen diese Einsätze bei den Herren für ihre Aufgaben in der Jugendbundesliga-Saison enorm weiterhelfen werden – und natürlich auch umgekehrt.“
UM
09 Mai
Anpfiff 16.30 Uhr/Merkur-Vorbericht zum letzten Saisonspiel