25 Feb
HaSpo Bayreuth - HT München 20:20
"Remis für HT-Männer wie ein Sieg"
Merkur-Bericht zum Unentschieden bei HaSpo Bayreuth
Mit freundlicher Genehmigung des Münchner Merkurs.
Bericht: Umberto Savignano
Foto: Walter Slavik
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Remis für HT-Männer wie ein SiegUnterhaching/Taufkirchen – Platz eins in der Handball-Regionalliga der Männer ist längst vergeben: Mit seinen 31:1 Punkten darf der TSV 1861 Erlangen-Bruck für die 3. Liga planen. Das wissen natürlich auch die Verfolger. Trotzdem lieferten sich der Zweite HaSpo Bayreuth und der Dritte HT München bei ihrem 20:20 (9:10) 60 Minuten lang ein hart umkämpftes, rassiges Duell.
Johannes „Danger“ Borschel zeigte sich von seiner Mannschaft richtig begeistert: „Wir haben ganz, ganz toll gespielt.“
Vor allem angesichts der Umstände zollte der HT-Coach seiner Truppe großen Respekt. Quentin Rodriguez (verstärkte die zweite Mannschaft im Oberliga-Abstiegskampf beim starken 22:22 beim Tabellenzweiten TSV Simbach) und Benedikt Hagitte (Schulterprobleme) waren nicht nach Oberfranken mitgereist, und dann wurde der Kader während der Partie immer kleiner. Christoph Behm hatte Magenprobleme, Bastian Kropp und Maximilian Kopp verletzten sich am Fuß, Bastian Pasler am Knie, Florian Wastl wurde von einem Bayreuther am Kopf getroffen, Constantin Schleßiger bekam einen Ball an den Kopf.
„Schleßiger hat trotzdem durchgespielt und eine starke Leistung gezeigt“, lobte Borschel den tapferen Torwart. Aber auch alle anderen erhielten ein dickes Trainer-Kompliment für ihre Widerstandsfähigkeit: „Die Einstellung war super.“
Das war auch nötig im Bayreuther Hexenkessel. „Es war eine sehr hitzige Stimmung und ein sehr intensives Spiel“, so Borschel, der fand, dass die Atmosphäre die Unparteiischen nicht unbeeindruckt ließ: „Die Schiedsrichter hatten das Spiel nicht wirklich unter Kontrolle.“
Besonders wurmte den HT-Trainer die letzte wichtige Entscheidung: „Ärgerlich war, dass wir am Schluss durch Philipp Steuck noch ein Tor erzielt haben, das wegen Übertreten nicht gegeben wurde.“ So blieb es nach spannendem Verlauf mit wechselnden Führungen beim 20:20.
Borschel konnte mit Spielausgang und Leistung letztlich gut leben: „Mit der Deckung und den Torhütern war ich total zufrieden. Natürlich hat unser Tempospiel und das Positionsspiel etwas gelitten, aber wir mussten viel wegstecken und viel improvisieren, weil wir keine Optionen mehr hatten.“
So agierte am Schluss Kapitän Nicolas Gräsl, eigentlich Kreisspieler, ebenso im Rückraum wie der nominelle Linksaußen Steuck. Dessen aberkannter Treffer trug dazu bei, dass Borschel das Remis eher positiv wertete: „Durch das letzte, nicht gegebene Tor fühlt es sich wie ein Sieg an.“
UM
HT München: Schleßiger/Braun; Wastl (2), Kriesmann, Pasler (2), Behm (1), Steuck (4/2), Kopp (2), Tyler, Gräsl, Winter (6), Kropp, Junior (3)
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