19 Sep
"Ziel sind die Top drei"
Merkur: Herren starten gegen Erlangen in die Regionalliga-Saison
22 Sep
HT München - HC Erlangen III 29:30
Merkur-Bericht zum Saisonauftakt gegen Erlangen
Mit freundlicher Genehmigung des Münchner Merkurs
Bericht: Umberto Savignano
Foto: Walter Slavik
"Den Talenten fehlt noch die Erfahrung"
HT München legt gegen HC Erlangen III einen Fehlstart hin - Abgezocktheit fehlt noch
Unterhaching/Taufkirchen – Lange Gesichter gab es bei HT Münchens Handballern nach der 29:30 (17:13)-Heimpleite zum Regionalligaauftakt gegen HC Erlangen III. Johannes „Danger“ Borschel machte aus seinem Frust keinen Hehl: „Wir sind superenttäuscht. Es lief leider nicht, wie wir uns das vorgestellt hatten.
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Ich glaube, jeder Einzelne hatte Wut im Bauch."
Johannes Borschel (Trainer HT München)
Besonders ärgerte den HT-Coach, dass seine Mannschaft dem lautstarken Publikum in der gut besuchten Hachinga Halle keinen Anlass zum Feiern bieten konnte: „Wir haben die erwartet tolle Unterstützung bekommen. Deshalb ist es umso bitterer.“ Der Trainer betonte, dass es nicht nur ihm so ging, sondern auch seinen Spielern: „Ich glaube, jeder Einzelne hatte Wut im Bauch.“
Was die Niederlage noch schwerer verdaulich machte, war der Spielverlauf, denn HT übernahm nach einem 6:8-Rückstand (14.) das Kommando, führte zur Pause 17:13 und hielt den Vorsprung auch danach zunächst konstant. „40 Minuten lief es eigentlich echt super, wir führen 21:17, haben zwei, drei Riesenchancen, um auf fünf oder sechs Tore wegzuziehen, haben aber freie Bälle verworfen“, trauerte Borschel allerdings den Möglichkeiten zur Vorentscheidung nach.
Und so nahm das Spiel noch eine ungute Wendung aus HT-Sicht. „In den letzten 20 Minuten kam dann alles zusammen: Wir haben die Abpraller nicht bekommen, dann waren da auch noch zwei, drei Entscheidungen der Schiedsrichter, wo du den Freiwurf nicht kriegst oder der Gegner nicht die zwei Minuten. Und auch unsere Abwehr hat ein bisschen nachgelassen.“
Das alles führte dazu, dass nach besagtem 21:17 (38.) die Gäste eine Aufholjagd starten konnten, zum 23:23 ausglichen (46.), und bei 24:26 (52.) plötzlich den Sieg vor Augen hatten. HT kam aber zurück, schaffte noch mehrfach den Ausgleich. Doch der letzte Treffer zum 29:30 (59.) gelang Erlangen. Trotz Überzahl in den letzten 45 Sekunden konnte die Borschel-Truppe nicht mehr kontern.
„Wille und Einsatz haben gepasst“, attestierte der Trainer seinen Schützlingen die richtige Einstellung, doch womöglich fehlte die Abgezocktheit: „Am Ende ist es dann ein 50:50-Spiel. Ich habe einige Sachen gesehen, bei denen wir erfahrener werden müssen. Wir haben eine supertalentierte Truppe, aber die Erfahrung kann man nicht herzaubern.“
Wobei Borschel nicht verschwieg, dass der Gegner noch um einiges jünger aufgestellt war als seine Mannschaft, weshalb er diesem auch Respekt zollte. „Natürlich kann man sagen: Die sind superjung. Das war deren A-Jugend. Im Schnitt waren sie gute 17. Sie wollen alle Profis werden. Und ich muss sagen: Gratulation an Erlangen, die haben das sehr gut gemacht, haben sich teuer verkauft, nie aufgesteckt und richtig befreit aufgespielt.“
Allerdings konnte die starke Leistung des Gegners den HT-Coach nicht ansatzweise über den Fehlstart hinwegtrösten: „Es schmerzt richtig.“
UMBERTO SAVIGNANO
HT München – HC Erlangen III 29:30 (17:13)
HT München: Allmendinger (1)/Braun; Wastl (5/2), O. Kriesmann (3), Hülsmann, Birner (2), Nehrdich (1), Steuck (3), Pasler (4), Kopp (5/2), Meyer-Siebert, Fehrenbach, Plumridge (1), Kropp (3/1), Wehner (1), Rodriguez.
09 Mai
Anpfiff 16.30 Uhr/Merkur-Vorbericht zum letzten Saisonspiel