26 Sep
"Ungewohnte Erfahrung schnell verdauen"
Vorbericht aus dem Münchner Merkur zum Allach-Derby
29 Sep
TSV München-Allach - HT München 23:31
Merkur-Bericht zum Derbysieger in Allach
Mit freundlicher Genehmigung des Münchner Merkurs
Bericht: Umberto Savignano
Foto: Walter Slavik
Nächstes Spiel:
Samstag, 10.10. - 20 Uhr
TSV Ottobeuren - HT München
Nach dem Sieg in Allach schmeckt die Mass
Vermutlich wären HT Münchens Regionalliga-Handballer am Sonntag der Einladung ihres Hauptsponsors ins Hofbräuzelt auch bei einem anderen Ergebnis gerne gefolgt. „Aber nach einem Sieg schmeckt die Mass natürlich noch besser“, stellt Johannes „Danger“ Borschel unmissverständlich klar, dass der 31:23 (14:13)-Auswärtserfolg beim TSV Allach, tags zuvor, schon erheblichen Anteil an der guten Stimmung hatte.
Borschel sieht die Bedeutung des Resultats vor allem im Zusammenhang mit der vorangegangenen schmerzlichen 29:30-Auftaktniederlage gegen HC Erlangen III: „Wir sind alle super-happy. Letzte Woche waren wir alle noch ziemlich bedient.“ Doch habe seine Mannschaft ihre Lehren aus dem Fehlstart gezogen: „Vor allem in der zweiten Halbzeit waren wir besser als im ersten Spiel.“
Wobei man den Auftritt durchaus als Start-Ziel-Sieg bezeichnen könnte. Zumindest lag HT nie im Rückstand. Das Borschel-Team ging mit 10:5 in Führung (13.), der Vorsprung schmolz bis zur Pause jedoch auf 14:13, gleich danach glichen die Hausherren sogar aus. „Wir hatten eine schlechte Phase, in der wir Allach durch unsere Fehler wieder ins Spiel geholt haben“, so Borschel, dessen Truppe gegen Ende des ersten Durchgangs fast zwei Minuten lang mit zwei Mann mehr auf dem Feld stand, es aber versäumte, in dieser Zeit mehr als nur ein Tor zu werfen. „Da hat Allachs Torwart zwei, drei Bälle gehalten und uns hat der Mut in den Aktionen gefehlt“, räumte der Coach ein.
Nach der Kabinenbesprechung lief es dann wieder wie geschmiert. Vom 15:15 (34.) setzte sich HT auf 19:15 ab (37.) und baute diesen Vorsprung bis zum Ende kontinuierlich aus. „In der zweiten Halbzeit haben wir alles sehr gut umgesetzt. In Allach haben wir uns ja schon oft schwergetan, umso schöner, dass es diesmal recht deutlich war. Es war eine Klasse-Leistung“, zeigte sich Borschel zufrieden mit einem geschlossenen Auftritt.
Dennoch wollte er „aus dem Kollektiv zwei, drei Leute herausheben“, vor allem seine mit je sechs Treffern besten Werfer: „Florian Wastl war sehr gut und auch Bastian Pasler hat ein Super-Spiel gemacht.“ Daneben gab es ein Sonderlob für Torwart Sebastian Allmendinger: „Er war mit 15 Paraden ein starker Rückhalt.“ Der Trainer freute sich zudem, dass sein Team nach dem Wechsel Allachs Versuche mit dem siebten Feldspieler souverän unterbinden konnte: „Das haben wir gut verteidigt.“
Am nächsten Wochenende sind die HT-Handballer spielfrei. Borschel hofft deshalb vor allem, dass sein momentan recht voller Kader „den Rest der Wiesn gut übersteht“ und er auch am übernächsten Samstag beim TSV Ottobeuren wieder aus dem Vollen schöpfen kann.UMBERTO SAVIGNANO
TSV Allach – HT München 23:31 (13:14)
HT München: Allmendinger (1)/Braun; Wastl (6/4), O. Kriesmann (2), Hülsmann (3), Birner, Nehrdich, Steuck (2), Pasler (6), Kopp (5), Meyer-Siebert, Fehrenbach (1/1), Plumridge, Kropp (1), Wehner (1), Rodriguez (3)